Osa Halbinsel und Corcovado Nationalpark – Der ultimative Guide

Osa Halbinsel und Corcovado Nationalpark

Corcovado – das steht für ursprüngliche Wildnis, einsame Abenteuer und unglaubliche Artenvielfalt. Er ist Costa Ricas grünes Kronjuwel der Nationalparks und das absolute Paradies für Naturfans. Der riesige Regenwald ist jedoch auch eine ganz schöne Herausforderung. Alles Wichtige für Planung, Anreise, Erkundung und meine Erfahrungen habe ich deshalb in diesem umfassenden Guide für euch zusammengestellt.

Die Osa-Halbinsel gehört zu den abgelegensten, heißesten und gleichzeitig regenreichsten Gebieten Costa Ricas. Die Erkundung dieser Gegend ist also kein Zuckerschlecken, mit ein bisschen Planung aber eines der schönsten Abenteuer des Landes. Auf den nächsten vier Seiten findet ihr dazu die wichtigsten Antworten. Und wer sich nur für meinen Bericht  interessiert, kann natürlich direkt zur letzten Seite springen 😉

Übersicht

  1. Zum Corcovado über Drake Bay
  2. Zum Corcovado über Puerto Jimenez
  3. Unterwegs im Corcovado Nationalpark
  4. Sirena & San Pedrillo Ranger Station – mein Bericht

 

Zum Corcovado über Drake Bay

Wer zum Corcovado möchte, wird sich früher oder später zuerst mal für eine Seite der Osa-Halbinsel als Ausgangspunkt entscheiden müssen. Die Wahl wird dann vermutlich zwischen der Bahía Drake auf der Westseite und Puerto Jimenez auf der Ostseite fallen. Ich habe natürlich beide Orte einmal genauer unter die Lupe genommen und hoffe, meine Berichte helfen euch bei der Entscheidung. Beginnen wir mit der Bahía Drake. 🙂

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Die Küste der Bahía Drake

Die Bahía Drake beziehungsweise Drake Bay gehört zu den abgelegensten Orten in Costa Rica und ist deshalb auch nicht ganz so leicht zu erreichen. Schon bei der Anreise könnt ihr euch also auf ein kleines Abenteuer freuen.

An der Bahía Drake liegen zwei kleine Orte. Der größte ist mit etwa 300 Einwohnern Agujitas. Dort gibt es eine Kirche, Schule, Klinik, zwei kleine Supermärkte und mehrere Cafés bzw. Sodas. Weiter nördlich liegt Drake, das lediglich aus ein paar Häusern besteht. Viele der Lodges liegen außerhalb der Orte und sind zum Teil nur per Boot zu erreichen. Für Backpacker ist Agujitas die beste Wahl, hier befinden sich auch ein paar günstige Hostels. 

Was kann man in der Bahía Drake unternehmen?

  • Geführte Tagesausflüge mit dem Boot zur San Pedrillo oder Sirena Ranger Station im Corcovado Nationalpark
  • Tauch- oder Schnorcheltouren mit dem Boot zum Korallenriff der Isla del Caño, einem der besten Tauchgründe Costa Ricas
  • Zahlreiche Touren wie Bird- und Whalewatching, Sportfischen, Kanufahren etc.
  • Nachtwanderungen (mein persönlicher Tipp: die Night Tour mit Tracie)
  • Wanderungen in der Umgebung zur Playa San Josecito, zum Naguala Wasserfall, zur San Pedrillo Station, an der Küste entlang 
  • Relaxen an traumhaften und einsamen Stränden in der Umgebung

Die Bahía Drake ist natürlich hauptsächlich Ausgangspunkt für Wanderungen im Corcovado Nationalpark. Aber auch die Wanderungen auf eigene Faust in der Umgebung sind absolut empfehlenswert und führen durch atemberaubende Natur zu traumhaften Stränden. Wer mehr über die einzigartige Flora und Fauna erfahren möchte, sollte vielleicht eine Tour mit einem erfahrenen Führer buchen. Rund um die Bahía Drake bekommt man aber auch so schon unfassbar viele Tiere zu sehen.

Wer ohnehin gerne zur Isla del Caño möchte, sollte dies von der Bahía Drake aus tun, da sie der Insel am nächsten liegt und die Touren dort deshalb günstiger sind als woanders in Costa Rica. Und wer dann doch einmal eine Abenteuerpause braucht, kann einfach die traumhaften Strände genießen. 

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Strand bei Agujitas

✌︎ Tipp: Von der kleinen Dachterrasse des Sodas Mar y Bosque in Agujitas hat man eine herrliche Aussicht über die gesamte Küste. Abends kann man dort preiswert landestypische Gerichte bei atemberaubenden Sonnenuntergängen genießen.

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Sonnenuntergang über Drake Bay

Wie erreicht man die Bahía Drake am besten?

Die Bahía Drake ist per Flugzeug, Boot, Auto und (entgegen mancher Infos) mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die spannendste Alternative ist auf jeden Fall die Bootsfahrt durch die Mangroven über den Fluss Sierpe und das offene Meer, das war auch meine Wahl.

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Rasante Fahrt über den Rio Sierpe

⚓️ Anreise mit dem Boot

Wer die abenteuerliche Fahrt mit dem Boot nach Bahía Drake wählt, muss zuerst einmal den Weg in den kleinen Ort Sierpe finden. Der Ort liegt am gleichnamigen Fluss Río Sierpe, durch dessen Mangrovenwälder die Bootsfahrt beginnt. Der kleine Hafen, von wo die Boote ablegen, ist im Ort ausgeschildert und leicht zu finden. Direkt am Hafen ist ein großes, offenes Restaurant, von wo man auf die Boote warten und auf den vorbeifließenden Río Sierpe blicken kann. 

🚌 Mit den öffentlichen Bussen nach Sierpe:
Mit dem Bus nach Sierpe zu gelangen ist recht einfach und natürlich günstig. Wichtig ist aber, frühzeitig loszufahren und die Ankunftszeit nach den Bootsfahrplänen (s. unten) zu richten.

Wenn ihr schon im Süden Costa Ricas seid, müsst ihr zuerst mit einem der öffentlichen Busse nach Palmar Norte fahren. Von San José aus fährt die Busfirma Tracopa täglich ebenfalls nach Palmar Norte. Da sich die Fahrzeiten öfters ändern, erkundigt ihr euch am besten rechtzeitig vor Ort über die Busse.

Von Palmar Norte fahren dann recht häufig Busse nach Sierpe. Die Fahrt dauert ungefähr 45 Minuten und ist je nach Zustand des Busses ein Erlebnis für sich, hier ist man wirklich nur noch unter Locals. Die Fahrt führt an Palmplantagen und kleinen, abgelegenen Ortschaften vorbei und endet in Sierpe nur ein paar hundert Meter vom Hafen entfernt. 

Je nachdem, wann ihr in Palmar Norte ankommt, müsst ihr vielleicht besser ein Taxi nehmen, falls ihr Gefahr lauft, das letzte Boot zu verpassen. Umgekehrt warten auch immer colectivo-Taxis am Hafen, um die Passagiere zurück nach Palmar zu bringen.

🚕 Mit dem Auto nach Sierpe:
Mit dem Auto fahrt ihr auf der Interamericana ebenfalls bis Palmar Norte und von dort weiter nach Sierpe. Im Restaurant Las Vegas am Hafen könnt ihr das Auto auf dem überwachten Parkplatz zurücklassen. Ab hier geht es dann per Boot weiter.

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Der Bootsteg in Sierpe

Die Bootsfahrt:
Viele der Unterkünfte in Bahía Drake bieten einen eigenen Bootstransfer ab Sierpe an, die Uhrzeit müsst ihr dann einfach vorher vereinbaren. Die günstigeren Hostels bieten diesen Service meist nicht, dafür gibt es aber zweimal täglich die colectivo-Boote:

Abfahrt von Sierpe nach Bahía Drake: 11:30 Uhr (15$) und 16:30 Uhr (20$)

Abfahrt von Bahía Drake nach Sierpe: 7:15 (15$) und 14:30 Uhr (20$)

Vor allem in der Hauptsaison sollte man auf jeden Fall frühzeitig am Hafen sein, am besten mindestens eine halbe Stunde vor Abfahrt. Sobald ihr euch dem kleinen Hafen nähert, werdet ihr sehr wahrscheinlich sofort von dem Parkwächter oder einem der Kapitäne angesprochen und nach eurer Unterkunft gefragt. Je nachdem, wo die liegt, werdet ihr dann einem Kapitän bzw. Boot zugeordnet. Der ganze Ablauf kann schon recht chaotisch wirken und es ist recht amüsant, das bunten Treiben vom Restaurant aus zu beobachten. Wenn es soweit ist, klappt das alles aber irgendwie und ihr werdet aufgerufen, euer Gepäck einzuladen und ins Boot zu steigen. Das Geld für die Überfahrt bezahlt ihr am Ende im Boot und zwar bar in Dollar oder Colones. 

✌︎ Tipp: Ihr solltet euer Gepäck vorher am besten Wasserdicht verpacken, notfalls einfach in einer Plastiktüte. Je nach Boot und Wetter, kann das nämlich schnell mal nass werden. Auf jeden Fall nass werden aber eure Füße, und zwar bei der Ankunft in Drake Bay. Denn dort gibt es keinen Hafen, sondern ihr werdet am Strand im niedrigen Wasser aussteigen und auf euer Glück vertrauen müssen, nicht von einer Welle erwischt zu werden. Also Schuhe aus und Hose hoch krempeln. 😉

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Anlegestelle in Agujitas

Die Bootsfahrt war für mich ein absolutes Highlight! Allerdings auch eine ziemlich ruckelige Angelegenheit und mit Sicherheit nichts für empfindliche Mägen. Die Fahrt dauert ganze eineinhalb Stunden und führt zuerst auf dem Rio Sierpe durch das größte Mangrovengebiet Costa Ricas. Die Landschaft dort ist einfach atemberaubend und mit etwas Glück bekommt man auch ein Krokodil zu sehen. Das Flusswasser ist meist relativ ruhig und die Fahrt recht angenehm, holprig wird es dann oft in der Mündung zum Meer und den Wellen des Pazifiks.

Auf meiner ersten Fahrt gerieten wir in einen plötzlichen Regen und der Seegang war so rau, dass das kleine Boot in den Wellen richtig hart aufschlug und ich einmal wirklich fast über Bord flog… Auf meiner Rückfahrt war dann das genaue Gegenteil der Fall, ruhige See und strahlend blauer Himmel mit spektakulärer Sicht auf die grün bewaldete Küste der Osa und die Isla del Caño. 🙂

? Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Eine ebenso abenteuerliche und sicherlich die günstigste Variante nach Bahía Drake zu kommen, ist die Anreise per Bus. Man mag es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich einen direkten Bus von La Palma (Achtung: nicht Palma Norte) nach Drake. Diese Alternative empfiehlt sich deshalb auch, falls man von Puerto Jimenez nach Drake will. Zu meiner Reisezeit fuhren die Busse von La Palma zweimal täglich um 11 Uhr und um 16 Uhr, die Fahrt dauert insgesamt etwa zwei Stunden. Je nach Wetter- und Straßenverhältnissen können die Busse aber natürlich vor allem in der Regenzeit schon mal ausfallen. 

? Anreise mit dem Auto

Abenteuerlustige Fans von Flussüberquerungen können auch den gesamten Weg nach Bahía Drake mit einem geländetauglichen 4×4 Auto bewältigen. Dafür folgt man zuerst der Interamericana Sur bis nach Chacarita und biegt dort bei der Tankstelle (Tanken nicht vergessen!) rechts ab Richtung Rincon/Puerto Jimenez. Bei Rincon biegt man vor der ersten Brücke rechts ab und folgt von da an der Schotterstraße Richtung Bahía Drake/Agujitas. Da hier um die vier Flüsse durchquert werden müssen, sollte man sich ebenfalls besonders in der Regenzeit vorher um den Straßenzustand erkundigen und auf jeden Fall planen, vor Sonnenuntergang (18 Uhr) anzukommen, damit der letze Fluss nicht im Dunkeln überquert werden muss. 

✈︎ Anreise mit dem Flugzeug

Die schnellste und bequemste Variante ist natürlich die direkte Anreise mit dem Flugzeug. Von San José fliegen Nature-Air und Sansa täglich in ca. 40 Minuten nach Bahía Drake. Die Landepiste liegt etwa 2 km nördlich von Agujitas, von wo viele Unterkünfte einen Abholservice anbieten. Die Preise variieren natürlich, man sollte aber mit um die 150 $ pro Flug rechnen. 

Küste der Bahía Drake
Küste der Bahía Drake

Fazit zur Bahía Drake

Die Bahía Drake ist mit Sicherheit eines der abgelegensten Ziele Costa Ricas und vergleichsweise schwer zu erreichen. Man findet dort (außer Geldautomaten) aber alles, was man zum Leben braucht und auch einige günstige Unterkünfte. Die tropische Landschaft und die vielfältige Tierwelt sind einfach einzigartig und jeder, der eher das Abenteuer und die Einsamkeit sucht, ist in der Bahía Drake sicherlich genau richtig. 

Wie auch immer ihr den Weg nach Bahía Drake findet, kann dort nun das eigentliche Abenteuer beginnen. Also auf in den Corcovado Nationalpark! Und wer doch lieber von der anderen Seite der Osa starten möchte, findet auf der nächsten Seite meine Infos zu Puerto Jimenez.

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32 Kommentare

  1. Hallo Jessi,

    ich glaub es wird langsam mal Zeit das wir den südlichen Erdball näher unter die Lupe nehmen. Das ist dann doch etwas anderes als Europa und der hohe Norden wo wir bisher meistens unterwegs waren.

    Gruß Mario

    1. Hallo Mario,

      jaa das wird euch sicherlich auch gefallen. Und was Bergtouren angeht, solltet ihr in Costa Rica unbedingt den Cerro Chirripó unter die Lupe nehmen. 😉
      Liebe Grüße!

  2. Liebe Jessi,
    das ist ein toller und ausführlicher Bericht über den Corcovado. Wir haben diesen bei einem Tagesausflug ab Dominical besucht und sind mit dem Boot direkt ab Uvita losgefahren. Abgesehen davon, dass wir klatschnass geworden sind, weil es irgendwann angefangen hat zu regnen, war das ein super toller Ausflug!
    Zur Isla del Cano sind wir auch gefahren, weil wir dort schnorcheln wollten. Hierzu sind wir erst mit dem Auto nach Sierpe gefahren um dort in das Boot zu steigen. Die Fahrt durch die Mangroven war schon schön, aber das Boot direkt ab Uvita wäre für uns praktischer gewesen. Leider waren sehr sehr sehr viele brennende Quallen im Wasser, so dass wir nicht wirklich schön schnorcheln konnten – ist halt auch ein bisschen Glückssache!
    LG Annika

    1. Hola Annika!
      Ja cool, die Direktfahrt ab Uvita ist natürlich auch eine praktische Alternative, wenn man nur einen Tag im Corcovado verbringen will. Dann ging es euch mit dem Regen ja leider wie mir, klatschnass zu werden scheint wohl einfach dazu zu gehören. 😀
      Aber verrückt, dass ihr an der Isla del Caño so viele Quallen hattet, super schade! Als ich dort war, hat es zwar leider etwas geregnet, aber von Quallen war keine Spur. Ist vermutlich wirklich Glückssache. Ich hoffe, ihr hattet trotzdem einen schönen Ausflug!
      Liebe Grüße, Jessi ?

  3. Das hört sich richtig abenteuerlich an! Ich bin ganz neidisch und will auch bis auf die Knochen durchnässt einem Ast/Krokodil begegnen 😉 Das du keinen Tapir gesehen hast, ist natürlich schade, aber wie du schon gesagt hast: ein Grund zurückzukommen 🙂
    Wie immer so schön geschrieben und wundervolle Fotos! Liebe Grüße, Kuno

    1. Herzlichen Dank dir, Kuno! 🙂
      Vielleicht treibt es dich ja irgendwann mal dorthin und wer weiß, vielleicht kannst du mir dann sogar ein Foto von einem Tapir schicken. 😀
      Liebe Grüße,
      Jessi ?

  4. Da habe ich deinen Blog grade zum ersten Mal entdeckt und komme direkt auf einen so schönen Artikel. Am besten gefallen mir die Wurzeln des Baumes. Hach, toll!

  5. Liebe Jessi,
    wow, was für ein toller Bericht. Die Vielfalt der Tierwelt lernt man hier ja wirklich noch einmal auf eine ganz andere Weise kennen. Aber ich muss zugeben, dass ich von den Bäumen unglaublich fasziniert bin. Was für Wurzeln! Großartig! Vielen Dank für diesen tollen Bericht.

    Viele liebe Grüße
    Kathi

    1. Hey Kathi,
      Dankeschön! 🙂
      Die Bäume waren wirklich total faszinierend. Diese Größe und Kraft kann man mit einem Foto ja leider kaum wiedergeben, aber es freut mich, dass es trotzdem so eine Wirkung hat.
      Liebe Grüße,
      Jessi ?

  6. Hallo Jessi,
    danke für diese tolle Serie über den Nationalpark. Damit hast du meinen Nerv getroffen! Ich finde es auch toll, wie Costa Rica mit seinen Naturschätzen umgeht. Da können wir in Brasilien so einiges davon lernen. Und irgendwie auch schön, dass die Tapire nicht „auf Bestellung“ erscheinen. Denn oft werden Tiere ja angefüttert, um dann den Touristen präsentiert zu werden.
    Trotzdem werde ich mich mich mal auf die Suche machen, denn bei uns am Amazonas soll es auch Tapire geben, wenn auch eine andere Unterart als in Costa Rica.
    Liebe Grüße
    Klaus

    1. Hola Klaus,
      oh das freut mich sehr, dankeschön!
      Zum Glück wird in Costa Rica wirklich viel Wert auf den Naturschutz gelegt und ich hoffe, dass sich das einige andere Länder vielleicht zum Vorbild nehmen. Ich finde es auch wirklich unmöglich, wenn Tiere für Touristen so ‚dressiert‘ werden. Das ist im Corcovado zum Glück nicht der Fall. Halt mich auf dem Laufenden, falls du am Amazonas auf Tapire triffst! Vielleicht hast du da ja etwas mehr Glück 😉
      Liebe Grüße,
      Jessi ?

  7. Hi Jessi,

    an Costa Rica habe ich auch vor allem nasse Erinnerungen. Es ging uns wie Dir Jacke an, Jacke aus. Irgendwann war alles überschwemmt und ein Hurrikan in Anmarsch. Wir wurden evakuiert. Nichts desto trotz könnte ich nur schwärmen. Einen Tapir habe ich tatsächlich gesehen aber nicht in Corcovado.

    1. Oh wow, sogar ein Hurrikan!
      Das ist natürlich keine so schöne Erfahrung, aber umso besser, dass ihr trotzdem so schöne Erinnerungen habt.
      Wo hast du denn den Tapir entdeckt? 😀
      Liebe Grüße,
      Jessi ?

  8. Hallo Jessi,
    as für eine tolle Erfahrung! Es mus wirklich super spannend und unvergesslich sein durch einen Regenwald zu laufen. Vielen Dank, dass du mich „mitgenommen“ hast.
    Lieben Gruß, Susanne

  9. Liebe Jessica,
    ich hab jetzt relativ lange auf das Bild mit der schiefen Palme gestarrt. Mensch, das sieht doch echt verrückt aus. Schief ist cool! Unglaublich, was uns die Natur da schafft. Auch deine anderen Fotos (die Wurzeln, die sich im Wasser spiegeln – ganz toll getroffen!!!) sind Gold wert und lassen mich gedanklich ins idyllische Paradies schweben.

    Viele schöne Grüße,
    Stefanie

    1. Hey Stefanie,
      jaa, ich liebe solche Motive auch! Einfach mal aus der Reihe tanzen 😀
      Freut mich riesig, dass dir meine Fotos so gefallen, lieben Dank!!
      ?

  10. Klitschnass und durch Schlamm matschend den Regenwald mit seinen vielen kleinen und großen Einwohnern durchqueren. Das klingt doch nach einer der besten Freizeitbeschäftigungen, die es gibt! Die sich im Wasser spiegelnden, an verfallenene antike Bauwerke erinnernde Wurzeln und die nackte Natur dieses Teils Costa Ricas sind einfach bezaubernd! Übrigens: Mir wurde gestern in ner Bar erzählt, dass Krokodile nur einmal im Jahr Beute jagen und dann auch nur nachts. Menschen sind für die eh nicht so interessant, zu wenig Happi dran. Hast du da ähnliche Erfahrungen machen dürfen? Liebe Grüße 🙂

    1. Hola Robert,
      Ohja, da könnt ich glatt ein Hobby draus machen.
      An der tollen Natur dort kann man sich auch einfach nicht satt sehen/fotografieren.
      Deine Krokodilgeschichte klingt ja eigentlich recht beruhigend, allerdings trau ich denen trotzdem nicht so ganz über den Weg. Vor allem im Wasser sind die ja doch schneller als sie aussehen. Und das mit dem zu wenig Happi merken die ja vielleicht erst zu spät … 😀
      Liebe Grüße! ?

    1. Hey Luisa,
      lieben Dank dir! Ohja, die Natur in Costa Rica ich einfach unglaublich und so vielfältig.
      Aber denk dran, dass Costa Rica keine Insel ist 😀 😀
      Liebe Grüße! ?

  11. Wir sind vor ein paar Jahren über Los Patos nach Sirena und zwei Tage später weiter nach Carate gewandert. Die unglaubliche Tierwelt (auch inklusive der fiesen Lanzenottern und Pekaris) und die großen Flussüberquerungen haben es für uns zu einem unvergesslichen Abenteuer werden lassen. Dein Reisebericht versetzt mich gleich wieder zurück zu diesem wunderschönen Erlebnis. Ganz toll und informativ geschrieben + wunderschöne Bilder…

    1. Hallo Nadine,
      Was für eine tolle Tour! Da habt ihr bestimmt sehr viele Tiere sehen können und viele Flüsse überquert. 😀
      Freut mich umso mehr, dass Dir mein Bericht gefällt.
      Liebe Grüße & Pura Vida! 🍍

  12. Hi Jessi,
    dein detaillierter sehr schöner Bericht lässt sofort wieder mein Fernweh nach Pura Vida aufflammen 🙂 .
    Wir waren im Januar/Februar diesen Jahres für drei Wochen mit dem Wagen von einem NP zum anderen unterwegs und natürlich lockte uns als Tiervernarrte vor allem der artenreiche Corcovado. Wir haben nur die San Pedrillo Station erlebt und von dort zwei Wandertouren unternommen. Tapire haben wir auch keine gesehen, leider auch keine Nasenbären, auf die wir uns so gefreut hatten. Aber dafür auf dem Weg zum Wasserfall ein riesiges Krokodil mit einem toten Skunk im Maul. Die Kaliber sind schon respekteinflössend!
    Ich habe mich regelrecht in dieses wunderschöne abwechslungsreiche Fleckchen Erde verliebt (ganz Costa Rica meine ich 😉 und daher geht es nächstes Jahr nochmal hin, und dann länger in den Corcovado *freu*

    Liebe Grüße aus Remscheid
    Brita

    1. Hallo Brita,
      lieben Dank für deinen ausführlichen Beitrag!! 🙂
      Eure Erlebnisse klingen ja auch klasse, ich kann gut verstehen, dass ihr nochmal zurück kommt. Vielleicht habt ihr dann ja auch noch mehr Glück und könnt Nasenbären oder Tapire sehen, ich drück die Daumen!
      Wie nah seid ihr dem Krokodil gekommen? Muss zugeben, dass die Flussüberquerungen dort wirklich nicht ganz geheuer sind …

      Liebe Grüße und pura vida nach Remscheid,
      Jessi

      1. Hola Jessi,
        wir haben zwar keine so gnadenlos faszinierende Wander-Tour gemacht wie du und waren vom Pirate Cove nur als Tagestour im San Pedrillo! Viele Tiere haben wir nicht gesehen aber Krokos schon und auch die frechen Capuccinos😄 ! Ein ca. 3 m langes Kroko lag ca. 10m von uns entfernt im Fluss mit einem toten Skunk im Maul! Ein anderes lag gut getarnt am Flussufer! Ist schon ein erhabenes Gefühl die Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu können ❤️
        Im Januar will ich zwei Nächte in Sirena bleiben um nach dem Touristrom in Ruhe die Tierwelt zu genießen und zu wandern!
        Wo hast du denn die Genehmigung für deinen Besuch im Corcovado erlangt und hattest du keinen Guide? Oder brauchtest du damals noch keine Guide?
        Liebe Grüße und Pura Vida aus Remscheid
        Brita

        1. Hihi jaa, die Affen sind schon frech! Aber auch süß 😀
          Ohaaa, die Begegnung mit dem Krokodil kann ich mir gut vorstellen, da bekommt man schon großen Respekt.
          Zwei Nächte in Sirena, wow, da werden sich bestimmt viele Tiere blicken lassen. Lass mich dann gerne wissen, wie es war!
          Ich hatte übrigens auch einen Guide und war dann zusammen mit ein paar anderen Leuten unterwegs. Den Guide habe ich einfach in Drake Bay gefunden und die kümmern sich in der Regel um alles, also Genehmigung und so. War ja auch erst letztes Jahr dort und ohne Guide darf man ja gar nicht mehr unterwegs sein.

          Liebe Grüße 🙂

  13. Definitiv der beste und hilfreichste Beitrag bisher über Corcovado, den ich bisher gefunden habe. Werde es mir wohl auch von beiden Seiten anschauen. Das scheint sich ja echt zu lohnen. Da steigt die Vorfreude 🙂 Vielen Dank.

    1. Wow – das freut mich riesig, Bastian! 🙂
      Hatte nämlich selbst vorher auch Mühe, wirklich hilfreiche Beiträge für die Planung zu finden und mir gedacht, dass muss ich ändern. 😀
      Wünsche Dir dort viel Spaß! Berichte danach gern, welche Seite Dir besser gefallen hat. 😉

      Liebe Grüße,
      Jessi

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